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Klina - Prizren

Im Jahr 1963 wurde durch die JŽ als Abzweig von der Strecke Fushë Kosovë (srb: Kosovo Polje) – Peja eine Strecke von Klina (Bhf. Metohija) nach Prizren gebaut. Damit war auch die touristisch interessanteste Stadt im Kosovo eisenbahntechnisch erschlossen worden.

 Das fruchtbare Ackerland, welches die Strecke durchquerte, sorgte für regelmäßig hohes Güteraufkommen in Form von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten. Zu den Zeiten Jugoslawiens fuhren jedes Jahr vor Weihnachten Ganzzüge Wein zur Glühweinherstellung nach Deutschland ab. Diese saisonalen Güterzüge bekamen Vorfahrt vor allen anderen Zügen.

Heute wird die Strecke nur noch von Güterzügen mit vornehmlich landwirtschaftlichen Produkten bis Xërxë (Zrze) befahren. Die weitere Strecke bis Prizren ist in schlechtem Zustand und nicht befahrbar.

Es gibt Planungen, die Strecke über Prizren hinaus nach Albanien zu verlängern. Grund hierfür ist zum einen der Wunsch, zukünftig vom Güterverkehr in West-Ost Richtung auf dem Balkan zu profitieren, zum anderen wurde im Februar 2009 von Albanien dem Kosovo die Nutzung des Adria-Hafens Shëngjin zugesagt, sodass Güter hier auch mit der Bahn in den Kosovo transportiert werden könnten. Über Willenserklärungen ist diese neue Bahnlinie allerdings bislang nicht hinausgekommen.

Zumindest, was das Gebiet des Kosovo angeht, ist eine solche Verlängerung nicht neu. Auf einer Eisenbahnkarte Jugoslawiens aus dem Jahr 1966 ist eine Verlängerung der Strecke bis zum Grenzort Vërmicë (srb: Vrbnica) bereits als geplant eingezeichnet.